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Informationen zum Vereinsprofil
  • Erstellt am:

    08.11.2011

  • Aufrufe:

    165

  • Mitglieder:

    1 bestätigte | 0 unbestätigte

  • Aktivität:

    54% (Bitte wording aus denken)

Marine Conservation South East Asia

  • Kategorien und Interessengebiete

  • Kontaktdaten

  • Vereinsformationen

    • Gründungsjahr:
      01.01.2010
    • Vereinsform:
      Eingetragener Verein
    • Mitglieder bei meinverein.de:
      1
    • Was wir machen:
      Marine Conservation South East Asia e.V. setzt sich dafür ein, dass die Bevölkerung Südostasiens auch in Zukunft im Einklang mit der Natur leben kann. Um dies zu erreichen, erschaffen wir Marine Managed Areas. Gebiete also, in denen nachhaltige Fischereimethoden gelehrt und praktiziert werden und in denen die Bevölkerung eine Basis erhält, sich rechtlich gegen ausbeutende Industriefischerei zu wehren. Hierfür verhandeln wir mit den zuständigen Behörden, formulieren ein Schutzabkommen zusammen mit der lokalen Bevölkerung, bieten die wissenschaftliche Grundlage für die Nachhaltigkeit des Konzeptes, unterstützen die Überwachung der Schutzzone und schaffen alternative Einkommensquellen wie Tätigkeiten als Ranger, Naturführer, Tauchguide und vieles mehr. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit insbesondere auf kleinen Inseln oder in isolierten Gegenden, liegt darin dafür zu sorgen, dass den Menschen Möglichkeiten für die Müllentsorgung gegeben werden. Zivilisationsmüll, in erster Linie Plastikverpackungen, stellt schon seit langem ein gravierendes Problem in Südostasien dar. Die alltäglichen Abfälle jeglicher Art werden von der in Küstenregionen lebenden Bevölkerung meistens im Meer entsorgt. Allein im Pazifik treibt inzwischen ein Müllteppich der zweifachen Fläche der USA! Um das Meer vor weiterem Plastikeintrag zu schützen und der Bevölkerung die Chance auf ein gesundes Umfeld zu bieten, engagieren wir uns besonders für die Etablierung von Müllentsorgungssystemen. Diese sind zum Beispiel in Indonesien bereits mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln zu realisieren.
    • Wer wir sind:
      MC-SEA ist ein Förderverein, der von einer Gruppe von Meeresenthusiasten (Meeresbiologen, Tauchlehrern, Unterwasserfotografen) gegründet wurde, in Deutschland Fördermittel sammelt um diese in ausgewählte Meereschutzprojekte in Südostasien zu investieren.

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  • Von: Mareike Huhn ,vom 09.11.2011 10:16:13Uhr
    Profilbild von Mareike Huhn

    Im Januar 2012 beginnt auf den Banda-Inseln, Indonesien, ein neues Projekt von MC-SEA
    Die Banda-Inseln, ein Archipel aus insgesamt 10 Inseln, liegen in den Molukken im Osten Indonesiens. Die 15000 Menschen, die die Inseln bevölkern, verdienen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit Fischfang und dem Export von Muskatnuss, Zimt und Mandeln. Die Inseln umgebende, 5000 m tiefe Bandasee beheimatet 64 % der weltweit bekannten Korallenarten, eine Vielzahl von Rifffischen (wie beispielsweise der seltene, zu der Familie der Leierfische gehörende, Mandarinfisch), Weichtiere und Krebstiere aber auch große pelagische Arten wie Thunfische, Makrelen, Haie und Rochen.
    Die beiden zentralen und am stärksten besiedelten Inseln, Banda Neira und Banda Besar, befinden sich innerhalb des Meeresschutzgebietes Taman Laut Banda, welches seit 1977 existiert, 2500 ha umfasst und hauptsächlich dem Küstenschutz und der Erholung dient.
    Etwas ganz besonderes in Banda ist die Motivation der Einwohner, die Schönheit der Natur ihrer Inseln zu bewahren. Im Bezug auf Nachhaltigkeit stehen die Bandanesen dabei leider vor in Indonesien weit verbreiteten Problemen, wie zum Beispiel die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und ein ständig wachsender Berg von Zivilisationsmüll. Bis 2010 steckte der verstorbene Des Alwi, auch König von Banda genannt, seine ganze Energie in den Schutz der Inseln. Seit Des Alwis Tod versucht nun seine Familie dieses Erbe, also die Natur und die bewegende Geschichte der Inseln zu bewahren, weiterzuführen. Dabei sind sie jedoch sowohl auf fachliche als auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
    Fasziniert von der Natur der Inseln und von der Gastfreundschaft der Bewohner entwickelte MC-SEA einen Plan um das existierende Müllproblem auf Banda zu lösen und das bestehende Meeresschutzgebiet zu expandieren. Die Umsetzung soll sich an erfolgreichen Meeresschutzgebieten, die Meeresschutz mit der Sicherung des Lebensunterhaltes der Fischer vereinbaren, orientieren.
    Dabei ist das Gesamtziel, eine gesunde und saubere Umwelt auf den Inseln zu schaffen, nachhaltige Fischerei und Meeresökologie zu lehren und damit Überfischung und zerstörerische Fangtechniken abzuwenden.
    Im Folgenden finden Sie eine Liste der Faktoren, die eine Bedrohung für Bandas Umwelt darstellen und die jeweiligen Lösungsansätze von MC-SEA:
    Plastikmüll wird in kleine Kanäle vor den Häusern geworfen, die den Müll dann ins Meer transportieren. Den Haushalten werden Bambuskörbe zur Verfügung gestellt, die täglich von zwei Müllmännern geleert werden. Organischer Abfall wird separat gesammelt und kompostiert.
    Der anorganische Abfall kann nicht entsorgt werden. Es wird ein Verbrennungsofen gebaut, mit dem der Abfall bei extrem hoher Temperatur verbrannt werden kann. Als Langzeitziel soll eine Kompresse für Plastikmüll angeschafft werden um den Müll an Recyclingfirmen in Jakarta verkaufen zu können.
    Man findet Plastikmüll in allen abgeschiedenen Gegenden der Inseln. MC-SEA veranstaltet ein großes Clean-up Festival im Januar 2012 bei dem alle Schulen gemeinsam mit Helfern von MC-SEA den Müll von Straßen und Stränden sammeln. Von da an sollen regelmäßige Sammelaktionen durchgeführt werden bis alle „inoffiziellen Mülldeponien“ abgetragen werden konnten.
    Ortsfremde Schleppnetz- und Langleinenboote fischen zu nah an den Korallenriffen Bandas und zerstörerische Fangtechniken wie Dynamit- und Zyanidfischen werden an den abgelegenen Riffen praktiziert. Eine Meeresschutzzone von 30 km Radius (2800 km²), in der zerstörerische Fangtechniken verboten werden, wird etabliert. Die Zone wird von einem Aussichtspunkt auf dem Vulkan Gunung Api aus kontrolliert. Diese Vulkaninsel erhebt sich 600 m über dem Meer in der Mitte des Schutzgebietes.
    Lokale Fischer nutzen illegale Fischernetze mit zu kleinen Maschenweiten. Dies führt zur Überfischung der flachen Riffbereiche und bedroht insbesondere die jungen Fische, die dann das Erwachsenenalter nicht erreichen und sich nicht vermehren können. Eine Zonierung des Schutzgebietes, bei der bestimmte Zonen als No-take Zones fungieren, soll helfen, die empfindlichen Riffbereiche, die als Kinderstube dienen, zu schützen.

    Um unsere Pläne realisieren zu können brauchen wir Ihre Hilfe! Wenn Sie gerne mehr Informationen über MC-SEAs Pläne für Banda erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an info@mc-sea.org. Wenn Sie zum Erfolg unseres Projektes beitragen wollen, können Sie entweder Fördermitglied von MC-SEA werden oder uns mit einer einmaligen Spende unterstützen: www.mc-sea.org/deutsch/mc-sea-unterstützen/

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